Verlustaversion: Warum Verluste so wehtun

Stufe: Einsteiger 5 Minuten · Zuletzt geprüft am 13.10.2026

In Studien wiegt ein Verlust im Schnitt etwa 1,5- bis 2-mal so schwer wie ein gleich großer Gewinn; die Schätzungen schwanken. Diese verleitet dazu, Gewinner früh zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten, weil erst der Verkauf den Verlust „echt“ macht. Im Trading entstehen so kleine Gewinne und große Verluste – genau umgekehrt, als ein Plan es meist vorsieht.

Der Stop wird verschoben

Der Kurs nähert sich dem Stop, und der Gedanke kommt: „Nur noch ein bisschen Platz geben.“ Wer den nach unten verschiebt, ändert das Risiko mitten im Trade. Aus einem geplanten Verlust von werden schnell 2 oder 3 R. Ein Stop, der nur nach oben wandert, schützt den Plan.

Der Einstiegskurs zählt nicht

Der Markt kennt deinen Einstiegskurs nicht. Hilfreicher ist die Frage: Würde ich diesen Wert heute zu diesem Kurs kaufen, mit diesem Stop? Wer auf „zurück auf Einstand“ wartet, bindet Geld und Aufmerksamkeit an eine Entscheidung von gestern.

Regeln vorher, nicht mittendrin

Leg Stop, Ziel und Größe fest, bevor du kaufst – dann ist der Kopf noch frei. Im Trade arbeitet die Regel. Unsere Regel macht es genauso: Der Stop steht vor dem Einstieg fest und wird später nur nachgezogen, nie nach unten gesetzt.

Ausprobieren Modellzahlen, keine echten Kurse

Probier aus

  • Entscheide zuerst aus dem Bauch und lies dann die Begründungen.
  • Rechne in Lage 1 nach: Wie viele R kostet der Trade, wenn du den Stop-Abstand verdoppelst?
  • Überleg, welche Regel aus deinem eigenen Plan zu Lage 4 passt.

Kurzer Check

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