Methodik

So analysieren wir: Elliott-Wellen und Fibonacci automatisch

Edgevor rechnet jede Analyse automatisch nach festen Regeln – für jeden Wert gleich, ohne Bauchgefühl. Hier steht, wie aus abgeschlossenen Kerzen eine Kaufzone mit Stop und Zielen wird und wo die Grenzen liegen.

Stand

Schema der Analyse Anstieg von Welle 1 vom Start zum Hoch, Rücklauf von Welle 2 in die Kaufzone 61,8–78,6 % des Anstiegs, danach eine mögliche Welle 3. Stop unter dem Start von Welle 1, Ziel 1 bei 161,8 % und Ziel 2 bei 685,4 % der Länge von Welle 1. Schema, nicht maßstäblich, ohne Kurse. ↑ Ziel 2 (685,4 %) Ziel 1 (161,8 %) 1 2 3? Start Kaufzone 61,8–78,6 % Stop Schema, nicht maßstäblich
Die Grundform jeder Analyse: Welle 1 steigt, Welle 2 läuft in die Kaufzone zurück, Welle 3 kann folgen. Die echten Bilder je Wert zeigen dieselben Stufen über den Kerzen.

Der Ablauf in sechs Schritten

  1. Kursdaten

    Grundlage sind die abgeschlossenen Kerzen jedes Werts – Aktien und Edelmetalle von einem Marktdaten-Anbieter, Kryptowerte von einer großen Börse. Eine laufende Kerze zählt nie: Jede Analyse sieht nur, was schon feststeht.

  2. Wendepunkte (ATR-Zickzack)

    Ein Hoch oder Tief zählt erst als Wendepunkt, wenn sich der Kurs danach um ein festes Vielfaches der ATR davon entfernt hat – je nach Zeiteinheit das 2- bis 4-Fache. Die ATR (Average True Range über 14 Kerzen) misst die übliche Schwankung; so passt die Schwelle zu ruhigen wie zu schwankungsreichen Werten.

  3. Wellenzählung nach festen Regeln

    Auf die Wendepunkte legen wir eine Elliott-Zählung. Harte Regeln dürfen nie verletzt werden:

    • Welle 2 fällt nie unter den Start von Welle 1.
    • Welle 3 ist nie die kürzeste der Wellen 1, 3 und 5.
    • Welle 4 reicht nicht in das Gebiet von Welle 1 (Ausnahme: Diagonalen).

    Richtlinien – etwa typische Fibonacci-Verhältnisse zwischen den Wellen oder der Wechsel zwischen flacher und steiler Korrektur – entscheiden, welche von mehreren erlaubten Zählungen wir zeigen. Im Analysebild steht dann zum Beispiel „3 von 3 Richtlinien“.

  4. Fibonacci-Kaufzone

    Nach einem Anstieg (Welle 1) messen wir den Rücklauf (Welle 2): Die Kaufzone liegt zwischen 61,8–78,6 % des Anstiegs, gemessen vom Hoch nach unten. Erst ein Kerzenschluss über dem letzten Zwischenhoch zeigt, dass Welle 3 beginnen könnte.

  5. Stop unter dem Start von Welle 1

    Der Stop liegt unter dem Start von Welle 1, mit einem Abstand von 0,5 × ATR. Schließt der Kurs unter dem Start, ist die Zählung ungültig und das Setup erledigt.

  6. Ziel 1 und Ziel 2

    Ziel 1 liegt bei 161,8 % der Länge von Welle 1, gemessen ab dem Ende von Welle 2 – dort schließt die Regel ein Viertel der Position. Ziel 2 liegt bei 685,4 %. Nach Ziel 1 rückt der Stop des Rests nach oben, meist auf das Hoch von Welle 1.

    Stop und Ziele je Wert zeigen wir ab Beobachter.

Zeitebenen

  • 4H

    Live-Analyse

    Auf 4-Stunden-Kerzen rechnet die Regel für Aktien, Kryptowerte und Edelmetalle. Hier entstehen die Kaufzonen des Screeners.

  • 1D · 1W

    Überblick

    Tages- und Wochenkerzen zeigen dieselbe Methode auf größerer Zeiteinheit – zur Einordnung im großen Zyklus.

  • 1H

    Feinsicht

    Stundenkerzen zeigen den Verlauf der letzten Tage im Detail.

Weitere Analysemethoden

Neben Elliott + Fibonacci kannst du im Screener und auf jeder Wert-Seite zwischen weiteren Methoden umschalten. Jede folgt eigenen festen Regeln; wir zeigen Zone, Stop und Ziele, aber keine Kennzahlen dazu.

  • Kurslücke

    Kurslücke nach oben mit hohem Volumen (meist nach Quartalszahlen)

  • Doppelboden

    Umkehrmuster mit Ausbruch über die Nackenlinie

  • Rücksetzer im Trend

    Rücksetzer an die 50-Tage-Linie in einem intakten Aufwärtstrend

  • Jahreshoch-Ausbruch

    Ausbruch auf ein neues 52-Wochen-Hoch mit hohem Volumen, Rücktest als Zone

  • Fundamentaldaten

    Wachstum, Marge und Schulden im Branchenvergleich (Aktien)

Wie oft wir aktualisieren

  • Aktien: zweimal je Handelstag, nach den 4-Stunden-Blöcken 09:30–13:30 und 13:30–16:00 New Yorker Zeit.
  • Kryptowerte: alle vier Stunden, rund um die Uhr.
  • Edelmetalle: nach jedem 4-Stunden-Block an Handelstagen.
  • Analysebilder auf 4-Stunden- und Stundenkerzen: stündlich, sobald eine neue Kerze abgeschlossen ist.
  • Weitere Methoden: einmal täglich; Fundamentaldaten nach neuen Meldungen der Unternehmen.
  • Neue Kaufzonen erscheinen ohne Konto und in der kostenlosen Stufe 2 Tage später, ab Beobachter sofort.
  • Jede Wert-Seite zeigt oben, von wann die Analyse ist.

Ehrliche Grenzen

  • Die automatische Zählung kann irren. Elliott-Wellen lassen oft mehrere Deutungen zu, und mit neuen Kerzen kann sich die Zählung ändern.
  • Keine Prognose: Szenarien zeigen, was nach den Regeln möglich ist – nicht, was eintritt.
  • Keine Anlageberatung und keine Empfehlung. Du entscheidest selbst.
  • Die automatische Zählung kann irren und ist keine Prognose. Auf Edelmetallen ist die Methode nicht gesondert getestet.
  • Wir zeigen keine Gewinn- oder Erfolgszahlen. Wir bieten die Analyse, kein Ergebnis.
  • Kursdaten können verspätet oder fehlerhaft sein; dann ist es die Analyse auch.

Grundlagen

  • Elliott-Wellen-Prinzip

    In den 1930er-Jahren beschriebenes Modell: Kurse verlaufen in Impulsen aus fünf Wellen und Korrekturen aus drei Wellen. Unsere harten Regeln und Richtlinien sind die allgemein üblichen dieses Modells, in eigenen Worten.

  • Fibonacci-Verhältnisse

    Stufen wie 61,8 %, 78,6 % und 161,8 % leiten sich aus der Fibonacci-Zahlenfolge ab und sind in der technischen Analyse seit Jahrzehnten verbreitet.

  • ATR (Average True Range)

    Maß für die übliche Schwankung eines Werts, seit den 1970er-Jahren ein Standard der technischen Analyse.

Elliott-Wellen und Fibonacci in der Akademie lernen Alle analysierten Werte

↑ ↓ auswählen · Enter öffnen · Esc schließen