Eine liegt vor, wenn Kurs und RSI auseinanderlaufen: Der Kurs macht ein höheres Hoch, der RSI nur ein tieferes (bärisch) – oder umgekehrt bei Tiefs (bullisch). Das zeigt, dass die Bewegung an Schwung verliert. Mehr nicht: Ein schwächerer Anstieg ist immer noch ein Anstieg. Gültig wird eine Divergenz erst mit einer Bestätigung im Kurs.
Erst sichtbar, wenn das Hoch feststeht
Ein Hoch ist erst eins, wenn einige Kerzen danach nicht höher kamen – in der Übung 3. Vorher kann niemand eine Divergenz sehen. Bilder, die Hochs rückblickend markieren, wirken deshalb früher, als es damals möglich war.
Bestätigung oder erledigt
Eine verbreitete Bestätigung: Der Kurs schließt unter dem Zwischentief zwischen den beiden Hochs. Damit bricht die Folge . Steigt der Kurs vorher über das zweite Hoch, ist die Divergenz erledigt – in starken Trends passiert das oft, manchmal mehrmals hintereinander.
Was die Übung zählt
Die Übung prüft nur bärische Divergenzen an den letzten zwei bestätigten Kerzenhochs. Andere Abstände oder Hochs der Schlusskurse ergeben andere Treffer. Eine einheitliche Definition gibt es nicht – deshalb lassen sich Divergenzen nur mit vorher festgelegten Regeln ehrlich testen.