Ein gleitender Durchschnitt glättet die Kurse. Die ist der einfache Durchschnitt der letzten n Schlusskurse, die gewichtet neuere Kurse stärker. Beide laufen dem Kurs hinterher: sie zeigen, was war, nicht was kommt. Je länger die Periode, desto ruhiger die Linie und desto später reagiert sie.
So rechnet die SMA
Addiere die letzten n Schlusskurse und teile durch n. Am nächsten Tag fällt der älteste Kurs heraus, der neue kommt dazu – der Durchschnitt gleitet mit. Beispiel SMA 3 aus 10, 12 und 11: 33 : 3 = 11. Kommt 15 dazu, fällt 10 heraus: (12 + 11 + 15) : 3 = 12,67.
So rechnet die EMA
EMA heute = Schluss × k + EMA gestern × (1 − k), mit k = 2 : (n + 1). Bei n = 3 ist k = 0,5: Aus EMA 11 und Schluss 15 wird 13 – mehr als die SMA mit 12,67, weil der neue Kurs stärker zählt. In unserem Chart startet die EMA mit der SMA der ersten n Kurse; andere Programme starten anders, frühe Werte weichen deshalb ab.
Nachlaufen ist eingebaut
Eine SMA dreht erst nach unten, wenn der neue Schluss unter dem Kurs liegt, der herausfällt. Im Modell dreht die SMA 20 erst 11 Kerzen nach dem höchsten Schluss, die EMA 20 nach 7. Früher reagieren heißt aber auch: öfter von kurzen Zacken getäuscht werden.