legen zwei Linien um einen Durchschnitt. Die Mitte ist meist die SMA 20 der Schlusskurse. Das obere Band liegt zwei darüber, das untere zwei darunter. Schwanken die Kurse stark, werden die Bänder breiter; wird es ruhig, rücken sie zusammen. Die Bänder messen also Schwankung, nicht Richtung.
Was die Standardabweichung misst
Die Standardabweichung sagt, wie weit die Schlusskurse typischerweise von ihrem Durchschnitt abweichen. Beispiel mit acht Kursen: 2, 4, 4, 4, 5, 5, 7, 9. Durchschnitt 5, quadrierte Abstände zusammen 32, geteilt durch 8 ergibt 4, die Wurzel daraus 2. Mit Abstand 2 lägen die Bänder bei 1 und 9.
Außerhalb heißt nicht falsch
Auch mit Abstand 2 schließen Kurse immer wieder außerhalb der Bänder – im Modell 14 von 111 Schlusskursen. Kurse sind nicht normalverteilt und laufen in Trends, die Faustregel „95 % innen“ passt deshalb nur grob. Ein Schluss über dem oberen Band ist kein Verkaufssignal, sondern eine große Abweichung vom Durchschnitt.
Die Einstellungen
Standard sind 20 Kerzen und Abstand 2. Ein kleinerer Abstand lässt mehr Schlusskurse außerhalb, ein größerer weniger. Eine längere Periode macht Mitte und Bänder ruhiger und langsamer – wie bei jedem gleitenden Durchschnitt.